| 18:00 | Treffen |
| 19:00 | Begrüßung, Vereinsnachrichten |
| 19:30 | Gastvortrag |
Dr. Paul Beck
Instituto de Astrofísica de Canarias, Teneriffa, Spanien
Dr. Paul Beck ist gebürtiger Melker und seit 1999 Mitglied von Antares.
Seine Forschung fokussiert sich auf oszillierende Rote Riesen in Doppelsternsystemen. Er
arbeitet mit Daten der NASA Weltraumteleskope Kepler und TESS und ist Teil der
Vorbereitungen für das ESA PLATO Weltraumteleskop welches Ende 2026 gestartet werden
soll. Er hat die Betreuung von über 30 Bachelor und Masterarbeiten abgeschlossen und
betreut derzeit drei laufende Doktorarbeiten. Auf dem Gebiet der Asteroseismologie hat er
über 100 referierte Fachartikel publiziert, unter anderem in den renomierten Zeitschriften
Science und Nature.
Astrophysics Data System
Im November 2025 strahlte Mayer’s Magazin auf ORF2 einen Beitrag über Paul’s Arbeit am Teide Observatorium aus, welcher unter folgendem Link nachgeschaut werden kann: Observatorium im Atlantik - Mayrs Magazin vom 28.11.2025 - ORF ON
Wie sich der Tanz eines Doppelsternsystems mit dem Altern von Sternen verändert und warum sich Rote Riesen in solchen zum Fressen gerne haben
Wenn Sterne wie die Sonne altern und ins rote Riesenstadium wechseln gehen einige
faszinierende Veränderungen im Stern vor. Am augenscheinlichsten ist die Expansion des
Sternradius um das bis zu 200fache und eine massive Steigerung der Leuchtkraft.
Allerdings finden noch gravierendere Veränderungen in der Struktur des Sternes statt, tief
verborgen im Stern und für direkte Messungen unsichtbar. Allerdings können wir mit den
Methoden der Asteroseismologie diese Struktur ‘erfühlen’.
Etwa 50% aller Sterne wie der Sonne befinden sich in Doppelsternsystemen. Zwar sind
beide Komponenten weit von einander entfernt, allerdings durch die Gravitations- und
Gezeitenkräfte miteinander gebunden. Jegliche Änderungen in den Sternen wirkt sich somit
auch auf die Umlaufbahnen im Doppelsternsystem aus. Allerdings können sogar
Umlaufperioden von bis zu 1000 Tagen nicht genug Platz bieten, damit der rote Riese riesig
wird, sodass der kleinere Begleiter in den Hauptstern eindringt. Oft bedeutet dies das Ende
beider Sterne – ein Umstand, der auch als Stellarer Kannibalismums bezeichnet wird, wenn
sich Sterne gegenseitig auffressen.
Wir freuen uns über euer Interesse und über zahlreiche Besucher!